Zuletzt aktualisiert: 8. September 2026
Quick Answer: Wer 2026 nach dem “Prusa MK4” sucht, landet automatisch beim MK4S — Prusa Research hat den ursprünglichen MK4 durch diese überarbeitete Version mit 360°-Kühlung und Hochfluss-Düse ersetzt, ohne den Namen komplett zu wechseln. Laut Geizhals kostet der Bausatz aktuell ab rund 839 €, die fertig montierte Version ab rund 999 €, bei einem Bauraum von 250 × 210 × 220 mm. Damit ist der MK4S doppelt so schnell wie sein Vorgänger MK3S+ und bleibt einer der wenigen namhaften 3D-Drucker, die du noch als offenen Bausatz selbst zusammenbauen kannst.
Prusa MK4S im Überblick
| Merkmal | Prusa MK4S |
|---|---|
| Bauraum | 250 × 210 × 220 mm |
| Kühlung | 360°-Rundumkühlung (neu ggü. MK4) |
| Düse | CHT-Hochfluss-Düse, Überhänge bis 75° ohne Stützstruktur |
| Bauform | Bausatz (Selbstbau) oder werkseitig fertig montiert |
| Preis Bausatz | ab ca. 839 € |
| Preis fertig montiert | ab ca. 999 € |
Laut Prusa Research selbst ist der MK4S kein separates Nachfolgemodell, sondern die konsequente Weiterentwicklung des MK4 — Kunden, die einen MK4 besitzen, können ihn per offiziellem Upgrade-Kit auf denselben Stand bringen. Wer online nach “Prusa MK4” sucht, bekommt heute also praktisch immer den MK4S angeboten. Diesen Umstand solltest du kennen, bevor du gezielt nach einem “reinen” MK4 suchst und dich wunderst, warum nur der MK4S verfügbar ist.
Bausatz oder fertig montiert?
Prusa Original MK4S
- Bausatz: Zusammenbau laut Hersteller in 6-8 Stunden, inklusive geführter Online-Anleitung mit Fotos zu jedem Schritt.
- Fertig montiert: auspacken, kalibrieren, drucken — kein Werkzeug nötig.
- Beide Varianten teilen sich identische Elektronik, Firmware und Ersatzteile.
- Offene Konstruktion: nahezu jedes Bauteil ist einzeln nachbestellbar und dokumentiert.
Der Bausatz ist die historische Prusa-DNA: Statt eine fertige Blackbox zu kaufen, schraubst du deinen Drucker selbst zusammen und verstehst danach genau, wie jede Komponente funktioniert — ein Vorteil bei künftigen Reparaturen, aber auch ein echter Zeitaufwand von einem halben bis ganzen Tag. Wer stattdessen sofort und ohne Schrauben drucken will, greift zur fertig montierten Version oder zu einem werkseitig vorkonfigurierten Modell wie dem Bambu Lab A1. Einsteiger, die grundsätzlich noch unsicher sind, welcher Drucker-Typ zu ihnen passt, finden die Basics in unserem Ratgeber für Anfänger.
Tempo und Druckqualität
Mit der neuen 360°-Rundumkühlung und der CHT-Hochfluss-Düse druckt der MK4S laut Prusa doppelt so schnell wie sein Vorgänger MK3S+ und schafft Überhänge bis 75° ganz ohne Stützstruktur — ein Detailgrad, den viele CoreXY-Speedster im gleichen Bauraum nicht erreichen. Der Bauraum von 250 × 210 × 220 mm liegt damit etwas kleiner als beim Creality K1C (220 × 220 × 250 mm), bietet aber mit der klassischen Bettschubser-Kinematik (Bed-Slinger) eine bewährte, extrem gut dokumentierte Basis mit jahrelanger Community-Erfahrung. Wer stattdessen ein automatisches Mehrfarbsystem sucht, findet den passenden Überblick in unserem Ratgeber 3D-Drucker mit AMS — Prusa selbst bietet mit dem MMU3 ein eigenes, separat erhältliches Multi-Material-Modul für den MK4S an.
Neu bei Prusa: der CoreXY-Drucker CORE One
Wer den offenen Bed-Slinger-Ansatz des MK4S nicht mag, hat seit 2026 eine zweite Option direkt von Prusa: den CORE One, einen vollständig geschlossenen CoreXY-Drucker mit aktiver Kammertemperatur-Regelung und 250 × 220 × 270 mm Bauraum. Laut Geizhals startet der Bausatz bei rund 1.059 €, fertig montiert bei rund 1.149 €, die aufgewertete Variante CORE One+ ab rund 1.349 €. Der MK4S bleibt daneben als klassischer, offen dokumentierter Bausatz im Programm — wer also die Bed-Slinger-Kinematik des MK4S gegen ein geschlossenes CoreXY-System tauschen will, ohne die Marke zu wechseln, findet beim CORE One den passenden Prusa-eigenen Nachfolgepfad. Ausführliche Details, Preise und die Frage, warum Prusa hier bewusst nur rund 200 mm/s statt 500+ mm/s angibt, findest du in unserem Prusa CORE One Test. Wer dagegen möglichst wenig Platz und Budget hat, findet mit dem Prusa Mini+ ab rund 379 € den günstigsten Einstieg ins Prusa-Ökosystem — mit demselben 180-mm-Bauraum wie der Bambu Lab A1 mini, aber Bowden-Extruder statt Direct-Drive. Wer stattdessen die höchste Datenblatt-Geschwindigkeit auf offener Open-Source-CoreXY-Basis sucht, findet im Sovol SV08 Test mit bis zu 700 mm/s eine ganz andere, deutlich günstigere Herangehensweise an dasselbe CoreXY-Prinzip.
Für wen lohnt sich der Prusa MK4S?
- Technikinteressierte, die ihren Drucker verstehen wollen: Ja — der Bausatz-Ansatz mit vollständig dokumentierten Bauteilen ist einzigartig gegenüber geschlossenen Systemen wie Bambu Lab oder Creality.
- Einsteiger ohne Geduld für Selbstbau: Eher nicht — hier ist die fertig montierte Version oder ein vorkonfiguriertes Modell wie der Bambu Lab A1 die entspanntere Wahl.
- Langfristige Ersatzteil-Sicherheit: Ja — Prusa dokumentiert jedes Bauteil offen und beliefert seit Jahren zuverlässig mit Ersatzteilen aus eigener Fertigung.
- Budget-Einsteiger unter 400 €: Eher nicht — mit Preisen ab 839 € liegt der MK4S deutlich über Einsteigermodellen; schau dir dafür unseren günstigsten 3D-Drucker an.
Fazit
Der Prusa MK4S ist im Test 2026 kein neues Gerät, sondern die logische Fortsetzung des MK4 unter fast demselben Namen — wer heute “Prusa MK4” sucht, bekommt automatisch die überarbeitete, schnellere Version mit 360°-Kühlung. Für rund 839 € (Bausatz) oder 999 € (fertig montiert) bekommst du einen der wenigen namhaften 3D-Drucker, die du noch komplett selbst zusammenbauen kannst, mit exzellentem Ersatzteil-Support. Wer stattdessen sofort und ohne Schrauben drucken will, ist mit dem Bambu Lab A1 oder dem Creality K1C besser bedient. Schau vor dem Kauf auch in unsere aktuellen 3D-Drucker-Angebote.