Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026
Quick Answer: Der Sovol SV08 ist laut Hersteller mit bis zu 700 mm/s Spitzengeschwindigkeit und 40.000 mm/s² Beschleunigung der schnellste 3D-Drucker, den wir bislang auf dieser Seite getestet haben — für rund 499 bis 529 € laut aktuellem Geizhals-Preisvergleich. Der CoreXY-Drucker basiert auf dem quelloffenen Voron-2.4-Design und bietet 350 × 350 × 345 mm Bauraum sowie vier unabhängige Z-Motoren für präzise Nivellierung. Der Haken: Ein Gehäuse ist nicht im Lieferumfang enthalten (separat ca. 199 €), und der Drucker kommt zu rund 90 % vormontiert an — wer sofort ohne jede Schraube drucken will, ist beim Bambu Lab A1 besser aufgehoben.
Sovol SV08 im Überblick
| Merkmal | Sovol SV08 | Sovol SV08 Max |
|---|---|---|
| Bauraum | 350 × 350 × 345 mm | 500 × 500 × 500 mm |
| Max. Geschwindigkeit | 700 mm/s | 700 mm/s |
| Max. Beschleunigung | 40.000 mm/s² | 40.000 mm/s² |
| Kinematik | CoreXY (Voron-2.4-Basis, Open Source) | CoreXY (Voron-2.4-Basis, Open Source) |
| Firmware | Klipper, vorinstalliert | Klipper, vorinstalliert |
| Gehäuse | Nicht enthalten (Zubehör ~199 €) | Nicht enthalten |
| Preis | ab ~499-529 € | ab ~1.099 € |
Laut Sovol basiert der SV08 auf dem Voron 2.4, einem seit Jahren in der Maker-Community etablierten Open-Source-CoreXY-Design, das bislang meist nur als reiner Selbstbau-Bausatz ohne Herstellersupport erhältlich war. Sovol übernimmt die Konstruktion, liefert sie aber zu rund 90 % vormontiert mit vorinstalliertem Klipper und Herstellersupport aus — ein Mittelweg zwischen reinem DIY-Projekt und geschlossenem Fertigprodukt wie bei Bambu Lab oder Creality.
Ersteinrichtung im Test
Sovol SV08
- Laut Hersteller bis zu 700 mm/s bei 40.000 mm/s² Beschleunigung — mehr als jedes andere hier getestete Modell.
- Vier unabhängige Z-Motoren für automatische Nivellierung und Verwringungs-Ausgleich (Tramming) über die gesamte Druckplatte.
- Rund 90 % vormontiert ab Werk, laut Hersteller etwa eine Stunde Restmontage bis zum ersten Druck.
- Offener Rahmen ohne Gehäuse — für PLA/PETG unproblematisch, bei ABS/ASA lohnt sich das optionale Gehäuse-Zubehör.
Die rund einstündige Restmontage umfasst laut Herstelleranleitung vor allem das Anbringen von Druckkopf, Spulenhalter und Verkabelung — die tragende Rahmenkonstruktion ist bereits verschraubt. Damit liegt der Aufwand klar unter dem eines klassischen Bausatzes wie dem Prusa MK4S (6-8 Stunden Selbstbau), aber deutlich über dem eines vorkalibrierten Geräts wie dem Bambu Lab A1, das direkt aus der Verpackung druckbereit ist.
Warum kein Gehäuse im Lieferumfang?
Anders als die meisten hier vorgestellten Modelle — etwa der Creality K1 mit vollständig geschlossenem Gehäuse ab Werk — liefert Sovol den SV08 als offenen Rahmen aus. Das drückt den Einstiegspreis, bedeutet aber auch: Für PLA und PETG reicht der offene Aufbau völlig aus, für ABS oder ASA mit ihrer Neigung zu Verzug bei Zugluft lohnt sich die separate Anschaffung des passenden Gehäuse-Zubehörs (laut Geizhals rund 199 €). Wer von Anfang an ein geschlossenes System ohne Zusatzkauf will, ist mit dem K1 oder dem Creality K1 Max besser bedient.
Für wen lohnt sich der Sovol SV08?
- Maximales Tempo zum kleinen Preis: Ja — mit 700 mm/s Datenblatt-Spitzengeschwindigkeit für unter 500 € gibt es aktuell keine schnellere Alternative auf dieser Seite.
- Offenes, modifizierbares System: Ja — die Voron-2.4-Basis profitiert von einer aktiven Open-Source-Community mit eigenen Mods und Ersatzteilen, ähnlich wie beim Prusa-Ökosystem, nur auf CoreXY-Basis.
- Sofort ohne Schrauben drucken: Nein — auch wenn 90 % vormontiert sind, bleibt eine rund einstündige Restmontage. Wer das vermeiden will, greift zum Bambu Lab A1.
- ABS/ASA ohne Zusatzkauf: Nein — das Gehäuse ist Zubehör. Für werkseitig geschlossene Systeme lohnt sich der Blick auf den Creality K1 oder Creality K1 Max.
- Automatischer Mehrfarbdruck: Nein — der SV08 hat kein eigenes AMS-, CFS- oder ACE-Pro-Äquivalent. Ein Überblick über die bestehenden Systeme steht im Ratgeber zu 3D-Drucker mit AMS.
- Kleinerer Bauraum zum kleineren Preis: Für alle, denen 350 × 350 × 345 mm zu groß und der Preis zu hoch ist, gibt es mit dem Sovol SV07 eine deutlich günstigere Alternative — Achtung: Das ist trotz der Modellnummer kein kleinerer SV08, sondern ein klassischer Bedslinger statt CoreXY.
Fazit
Der Sovol SV08 ist 2026 der schnellste Drucker, den wir auf dieser Seite getestet haben — auf Basis des bewährten Open-Source-Voron-2.4-Designs, aber mit Herstellersupport und rund 90 % Vormontage statt reinem DIY-Bausatz. Für Maker, die maximales Tempo und ein offenes, modifizierbares System wollen und eine kurze Restmontage nicht scheuen, ist er für rund 499 bis 529 € eine der interessantesten CoreXY-Optionen im Test.
Update September 2026: Eine erneute Geizhals-Preisprüfung zeigt einen Anstieg gegenüber dem Preis zum Marktstart: Der SV08 kostet inzwischen rund 499 bis 529 € statt der zuvor beobachteten 469 €, der SV08 Max liegt jetzt bei rund 1.099 € statt 929 €. Sovol hat inzwischen zudem einen deutlich kleineren Ableger namens Sovol Zero angekündigt, der laut Herstellerangabe mit bis zu 1.200 mm/s wirbt — noch nicht separat auf dieser Seite besprochen. Wer dagegen sofort ohne jede Schraube drucken will, bleibt beim Bambu Lab A1 oder informiert sich in unserem 3D-Drucker-Testvergleich über weitere Alternativen. Schau vor dem Kauf auch in unsere aktuellen 3D-Drucker-Angebote.