Zuletzt aktualisiert: 14. September 2026
Quick Answer: Der Bambu Lab H2S ist die Single-Nozzle-Variante des H2D und bietet laut Hersteller mit 340 × 320 × 340 mm den größten Bauraum der gesamten Bambu-Lab-Reihe — mehr als der H2D selbst. Weil nur eine Düse statt zwei verbaut ist, kostet die Grundvariante bei Preisvergleichsportalen wie Geizhals 2026 nur rund 1.099-1.149 € statt der rund 1.749 € des H2D. Das stärkere 40-W-Lasermodul bleibt dem H2D vorbehalten, der 10-W-Laser sowie Messer- und Plot-Zubehör funktionieren aber auch am H2S. Für alle, die vor allem großformatig drucken wollen und auf echten Dual-Material-Druck ohne Spülturm verzichten können, ist der H2S damit die günstigere und geräumigere Alternative.
Bambu Lab H2S im Überblick
| Merkmal | Bambu Lab H2S |
|---|---|
| Bauraum | 340 × 320 × 340 mm (größter Bauraum der Bambu-Lab-Reihe) |
| Düsen | 1 Düse, 350 °C Hotend, 65 °C aktiv beheizte Kammer |
| Zusatzfunktionen | Messer, Stiftplotter, 10-W-Laser (optional) — kein 40-W-Laser |
| Mehrfarbdruck | AMS 2 Pro-kompatibel (Spülturm-Workflow, bis 4 Filamente) |
| Sensorik | 23 Sensoren, 3 Kameras laut Hersteller |
| Preis | ab ~1.099-1.149 € (ohne AMS) bis ~1.299 € (AMS-2-Pro-Combo) |
Wer bereits unseren Bambu Lab H2D Test gelesen hat, kennt das Multi-Tool-Konzept der H2-Baureihe. Der H2S ist laut Hersteller keine abgespeckte Sparversion, sondern eine bewusst andere Auslegung: mehr reiner Druckraum statt Dual-Nozzle-Vielseitigkeit, zu einem spürbar niedrigeren Preis.
Single-Nozzle statt Dual-Nozzle im Test
Bambu Lab H2S
- Mit nur einer Düse steht die komplette Druckfläche immer zur Verfügung — beim H2D reduziert der zweite Druckkopf im Dual-Nozzle-Modus den nutzbaren Bauraum auf 300 × 320 × 325 mm.
- Laut Hersteller ist der H2S 30% schneller als der X1 Carbon und bietet mehr als doppelt so viel Bauraum.
- 23 Sensoren und drei Kameras überwachen laut Hersteller den Druckprozess durchgehend, inklusive automatischer Fehlererkennung.
- Das Gerät wiegt rund 32 kg und benötigt laut Hersteller etwa 25 Minuten Vorheizzeit bis die 65 °C Kammertemperatur erreicht ist.
Für Anwender, die große Bauteile in einem Stück drucken wollen — etwa Möbelteile, Cosplay-Rüstungen oder Prototypen — überwiegt der zusätzliche Bauraum oft den Verzicht auf die Dual-Nozzle-Funktion des H2D. Einen Überblick über kleinere, günstigere Einstiegsmodelle findest du in unserem Ratgeber für Anfänger.
Der Unterschied zum H2D: Warum “S” nicht “abgespeckt” bedeutet
Das “S” im Namen steht für Single-Nozzle, das “D” im H2D für Dual-Nozzle. Diese eine Düse ist der zentrale Unterschied — und gleichzeitig der Grund für den größeren Bauraum: Weil kein zweiter Druckkopf Platz beansprucht, nutzt der H2S laut Hersteller die volle Fläche von 340 × 320 × 340 mm. Der H2D druckt dafür mit zwei unabhängigen 350-°C-Düsen echte Zweimaterial- oder Zweifarb-Objekte gleichzeitig, ohne den Materialverlust eines Spülturms. Beim H2S läuft Mehrfarbdruck über das AMS 2 Pro stattdessen klassisch per Spülturm — genau wie bei den meisten anderen AMS-kompatiblen Bambu-Modellen. Auch beim Laser gibt es eine Grenze: Der H2S unterstützt laut Hersteller nur den 10-W-Laser sowie Messer- und Plotter-Zubehör, während das stärkere 40-W-Modul für Zuschnitte bis 15 mm Sperrholz dem H2D vorbehalten bleibt.
Preisvarianten: Was brauchst du wirklich?
Bambu Lab positioniert den H2S laut Hersteller deutlich günstiger als den H2D: Die reine Druckervariante ohne AMS liegt bei Preisvergleichsportalen wie Geizhals 2026 bei rund 1.099-1.149 €, die Combo-Variante mit AMS 2 Pro bei etwa 1.299 €. Zum Vergleich: Der H2D startet in der Basisvariante bei rund 1.749 €, die Laser-Full-Combo sogar bei rund 2.399 €. Wer weder den 40-W-Laser noch echten spülfreien Dual-Material-Druck braucht, spart mit dem H2S mehrere hundert Euro bei mehr nutzbarem Bauraum. Update September 2026: Bambu Lab hat die H2-Reihe inzwischen um ein drittes, noch höher positioniertes Modell namens Bambu Lab H2C ergänzt (Combo-Preise laut Geizhals ab rund 2.249 €) — der H2C tauscht für Mehrfarbdruck komplette Hotends statt einen AMS-Spülturm zu nutzen, bleibt aber für die meisten Käufer eine teure Nische. Der hier getestete H2S bleibt die deutlich günstigere und praktischere Wahl, eine erneute Preisprüfung bestätigt die Solo- und Combo-Preise des H2S unverändert bei rund 1.099 € bzw. 1.299 €. Für reine PLA-/FDM-Projekte in kleinerem Format lohnt sich auch ein Blick auf den deutlich günstigeren Bambu Lab P1S oder den Creality K2 Plus mit 350 × 350 × 350 mm Bauraum.
Für wen lohnt sich der Bambu Lab H2S?
- Großformat-Maker (Möbelteile, Requisiten, Prototypen): Ja — der größte Bauraum der gesamten Bambu-Lab-Reihe ist hier der entscheidende Vorteil.
- Nutzer mit Bedarf an echtem Dual-Material-Druck ohne Spülturm: Eher nicht — dafür ist der Bambu Lab H2D mit seinen zwei unabhängigen Düsen die richtige Wahl.
- Gravur- und Zuschnittarbeiten bis 15 mm Sperrholz: Nein — dafür ist ausschließlich das 40-W-Lasermodul des H2D geeignet, der H2S deckt nur leichtere 10-W-Gravuren ab.
- Preisbewusste Käufer mit Platzbedarf: Ja — mehrere hundert Euro günstiger als der H2D bei mehr nutzbarer Druckfläche.
Sicherheitshinweis: Das im Januar 2026 bei älteren Bambu-Lab-A1-Geräten bestätigte NTC-Thermistor-Überhitzungsproblem an der AC-Verteilerplatine betraf laut bisherigem Kenntnisstand ausschließlich die A1-Serie (A1 und A1 mini) und nicht die H2-Baureihe, die eine andere Netzteil- und Platinenarchitektur nutzt.
Fazit
Der Bambu Lab H2S ist 2026 keine Sparversion des H2D, sondern eine bewusst andere Auslegung derselben Plattform: mehr Bauraum statt Dual-Nozzle-Vielseitigkeit, zu einem deutlich niedrigeren Preis ab rund 1.099 €. Wer große Einzelteile drucken will und auf spülfreien Zweimaterial-Druck sowie das starke 40-W-Lasermodul verzichten kann, bekommt hier mehr Druckfläche fürs Geld. Wer beides braucht, greift zum Bambu Lab H2D. Schau vor dem Kauf auch in unsere aktuellen 3D-Drucker-Angebote.