Zuletzt aktualisiert: 2. September 2026

Quick Answer: Der Bambu Lab P1S ist im Test 2026 die richtige Wahl für alle, die mehr als reines PLA drucken wollen: Das vollständig geschlossene Gehäuse mit integriertem Filter macht ihn ABS- und ASA-tauglich, während er mit bis zu 500 mm/s und 20.000 mm/s² Beschleunigung genauso schnell druckt wie die offenen Bambu-Modelle. Die Solo-Variante startet bereits ab rund 359 €, mit AMS-Combo für automatischen Mehrfarbdruck landest du bei etwa 529 €. Wer nur gelegentlich PLA druckt, zahlt mit dem offenen Bambu Lab A1 deutlich weniger für ein sehr ähnliches Druckergebnis.

Bambu Lab P1S im Überblick

MerkmalBambu Lab P1S
Bauraum256 × 256 × 256 mm (geschlossen)
Max. Geschwindigkeit500 mm/s
Max. Beschleunigung20.000 mm/s²
GehäuseVollständig geschlossen, integrierter Filter
MehrfarbdruckOptional mit AMS / AMS 2 Pro
KameraIntegriert (Basis-Auflösung, kein 1080p-KI-Modell wie beim P2S)
Preisab ~359 € solo, Combo mit AMS ab ~529 €

Laut Herstellerangabe erreicht der P1S mit 20.000 mm/s² doppelt so hohe Beschleunigungswerte wie der kleinere Bambu Lab A1 mini (10.000 mm/s²) — bei identischer Spitzengeschwindigkeit von 500 mm/s macht sich das vor allem bei Modellen mit vielen Richtungswechseln bemerkbar, etwa Objekten mit feinen Details oder Textelementen.

Ersteinrichtung im Test

Bambu Lab P1S

Geschlossener Bauraum · ab ~359 €
  • Auspacken, Druckplatte einsetzen, WLAN verbinden — startklar in rund 25 Minuten.
  • Vollautomatische Bett-Nivellierung und Filamentfluss-Kalibrierung ab Werk, identisch zum offenen A1.
  • Geschlossenes Gehäuse mit Aktivkohlefilter reduziert Gerüche beim Drucken mit ABS/ASA spürbar.
  • 2,7-Zoll-Monochrom-Display mit Tasten statt Touchscreen — funktional, aber weniger komfortabel als bei Konkurrenzmodellen.
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Die Ersteinrichtung läuft im Test praktisch identisch zum offenen Bambu Lab A1 ab: Nach dem ersten Einschalten kalibriert sich der Drucker selbstständig, inklusive Bett-Nivellierung und Vibrationskompensation. Wer noch unsicher ist, ob 3D-Druck das richtige Hobby wird, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber für Anfänger.

Geschlossenes Gehäuse: Der entscheidende Unterschied zum A1

Anders als der offene A1 arbeitet der P1S in einem vollständig geschlossenen Gehäuse mit integriertem Filter. Das bringt zwei praktische Vorteile: Erstens bleibt die Kammertemperatur beim Druck konstanter, was Warping bei größeren Objekten aus ABS oder ASA reduziert — Materialien, die auf dem offenen A1 laut Herstellerangabe nur eingeschränkt empfohlen werden. Zweitens filtert die integrierte Aktivkohle einen Teil der beim Drucken freigesetzten Feinstaubpartikel und Gerüche, was den P1S auch für den Betrieb in Wohnräumen angenehmer macht. Wer regelmäßig Funktionsteile aus technischen Materialien druckt, profitiert hier spürbar gegenüber offenen Modellen wie dem Bambu Lab A1 oder dem Creality Ender 3.

AMS-Kompatibilität: Mehrfarbdruck ohne Umwege

Für automatischen Mehrfarb- und Multimaterial-Druck nimmt der P1S das reguläre AMS-System sowie das neuere AMS 2 Pro auf — anders als beim kleineren A1 mini, dessen eigens entwickeltes AMS lite laut Hersteller nicht mit den größeren AMS-Systemen der P1-, X1- und H2-Serie kompatibel ist. Im Test wechselt das AMS Filamentspulen zuverlässig, auch bei häufigen Farbwechseln innerhalb eines Drucks. Wer überwiegend einfarbige Funktionsteile druckt, spart sich mit der günstigeren Solo-Variante den Aufpreis von rund 150-300 € gegenüber der Combo.

Druckqualität und Geschwindigkeit im Test

Bei alltagstauglichem Tempo liefert der P1S saubere Oberflächen mit feinen Details, ein Ergebnis, das er sich mit anderen Highspeed-Modellen aus unserem Vergleich der schnellsten 3D-Drucker teilt. Für Großformat-Projekte mit deutlich mehr Bauraum als die 256 × 256 × 256 mm des P1S eignet sich der Creality K2 Plus mit 350 × 350 × 350 mm besser. Die integrierte Kamera liefert brauchbare Zeitraffer-Aufnahmen und ermöglicht die Fernüberwachung laufender Drucke, erreicht aber laut Hersteller nicht die 1080p-KI-Bildqualität des neueren Bambu Lab P2S, der zudem mit einem stärkeren Servo-Extruder ausgestattet ist.

Sicherheitshinweis: Das im Januar 2026 bei älteren Bambu-Lab-A1-Geräten bestätigte NTC-Thermistor-Überhitzungsproblem an der AC-Verteilerplatine betraf laut bisherigem Kenntnisstand ausschließlich die A1-Serie (A1 und A1 mini) und nicht die P1-Baureihe, die eine andere Netzteil- und Platinenarchitektur nutzt. Unabhängig davon lohnt sich bei jedem 3D-Drucker mit Dauerbetrieb ein gelegentlicher Blick auf Kabel und Steckverbindungen.

Willst du neben dem reinen 3D-Druck auch lasergravieren oder -schneiden, findest du im Bambu Lab H2D Test die passende Multi-Tool-Alternative — allerdings zu einem deutlich höheren Preis.

Was ist mit dem offenen Bambu Lab P1P?

Vor dem P1S gab es mit dem Bambu Lab P1P eine offene, gehäuselose Variante mit ansonsten nahezu identischen Spezifikationen. Bambu Lab hat den P1P im Februar 2026 offiziell eingestellt — Restbestände kosten laut Geizhals inzwischen sogar mehr als der aktiv produzierte, besser ausgestattete P1S. Für Neukäufer gibt es aktuell also keinen guten Grund mehr, gezielt nach dem P1P zu suchen.

Für wen lohnt sich der Bambu Lab P1S?

Fazit

Der Bambu Lab P1S ist im Test 2026 die logische Wahl für alle, die über reines PLA hinauswachsen: geschlossenes Gehäuse, integrierter Filter und volle AMS-Kompatibilität sprechen klar für den Kauf, sobald ABS, ASA oder automatischer Mehrfarbdruck auf dem Programm stehen. Wer ausschließlich mit PLA druckt, bekommt mit dem offenen Bambu Lab A1 ein sehr ähnliches Druckergebnis für deutlich weniger Geld. Einen vollständigen Vergleich aller AMS-Varianten samt Preisen findest du im Ratgeber 3D-Drucker mit AMS. Schau vor dem Kauf auch in unsere aktuellen 3D-Drucker-Angebote.

Unsere Empfehlung

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