Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2026
Quick Answer: Der AnkerMake M5 ist ein FDM-3D-Drucker mit 235 × 235 × 250 mm Bauraum, 4,3-Zoll-Touchscreen und integrierter KI-Kamera, die Druckfehler automatisch erkennt. Laut Geizhals-Preisvergleich (Stand Oktober 2026) ist er bereits ab rund 230 € erhältlich. Der Haken: Der kleinere, scheinbar abgespeckte AnkerMake M5C kostet aktuell mit rund 349 € bis 505 € deutlich mehr als der M5 — druckt dafür laut Hersteller mit höherer Durchflussrate (35 mm³/s statt 24 mm³/s) und bringt serienmäßig ein hochtemperaturfestes Vollmetall-Hotend mit, das dem M5 in der Basisversion fehlt.
AnkerMake M5 im Überblick
| Merkmal | AnkerMake M5 | AnkerMake M5C |
|---|---|---|
| Bauraum | 235 × 235 × 250 mm | 220 × 220 × 250 mm |
| Touchscreen | 4,3 Zoll | kein Display, nur Ein-Tasten-Bedienung |
| KI-Kamera | ja, mit Fehlererkennung + Zeitraffer | nein |
| Durchflussrate | 24 mm³/s | 35 mm³/s |
| Vollmetall-Hotend (bis 300 °C) | optional | serienmäßig |
| Preis (Geizhals DE) | ab ~230 € | ab ~349 € |
Der Vergleich zeigt das Gegenteil des üblichen Musters auf dieser Seite: Normalerweise kostet die Variante mit weniger Namenszusatz (“C”, “SE”, “mini”) auch weniger. Beim AnkerMake-Duo ist es umgekehrt — der M5C wirkt mit fehlendem Bildschirm und fehlender Kamera auf den ersten Blick wie das abgespeckte Einstiegsmodell, kostet aktuell laut Geizhals aber deutlich mehr als der vollausgestattete M5.
Bildschirm und KI-Kamera als Alleinstellungsmerkmal
AnkerMake M5
- 4,3-Zoll-Touchscreen zur direkten Bedienung am Gerät, ohne Smartphone oder PC.
- Integrierte KI-Kamera erkennt laut Hersteller gängige Druckfehler (z. B. Spaghetti-Effekt) automatisch und stoppt den Druck, bevor Filament verschwendet wird.
- PEI-beschichtetes Druckbett mit automatischem 7×7-Auto-Leveling, beheizbar bis 100 °C.
- Laut Tom's Hardware (Testnote 4/5) in der Praxis deutlich einsteigerfreundlicher als vergleichbare Bedslinger-Drucker dank AnkerMake-App.
Wer noch unsicher ist, ob ein smartes Einsteigergerät wie der M5 oder ein reines Tempo-Modell die bessere Wahl ist, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber für Anfänger.
Warum der “kleinere” M5C aktuell mehr kostet
Bei vielen Herstellern bedeutet ein “C”- oder “Compact”-Zusatz im Namen ein reduziertes, günstigeres Modell — ähnlich wie wir es bereits bei Creality K1 gegen K1C oder bei Bambu Lab A1 gegen A1 mini gesehen haben. Beim AnkerMake M5C ist das nur teilweise richtig: Der Bauraum ist mit 220 × 220 × 250 mm tatsächlich etwas kleiner als beim M5, und Bildschirm sowie KI-Kamera fallen komplett weg. Dafür bringt der M5C laut Hersteller serienmäßig ein Vollmetall-Hotend mit, das Temperaturen bis 300 °C verträgt und damit anspruchsvollere Filamente wie Nylon oder Polycarbonat direkt ab Werk zulässt — beim M5 ist dieses Hotend nur als Zubehör erhältlich. Die Durchflussrate des M5C liegt mit 35 mm³/s laut Herstellerangabe spürbar über den 24 mm³/s des M5, was bei massiven Bauteilen zu kürzeren Druckzeiten führen kann.
Das erklärt, warum ein Preisvergleich zwischen beiden Modellen auf den ersten Blick verkehrt wirkt: Der M5C wurde ursprünglich zu einem UVP von 449 € eingeführt, während der ältere M5 inzwischen auf Geizhals-Deutschland für rund 230 € bis 271 € zu finden ist. Wer vor allem Komfortfunktionen wie Bildschirm und automatische Fehlererkennung sucht, bekommt diese beim M5 derzeit zum deutlich niedrigeren Preis — wer dagegen auf hochtemperaturfeste Materialien und maximale Durchflussrate Wert legt, zahlt beim M5C aktuell einen Aufpreis für genau diese beiden Eigenschaften.
Preishinweis: Preise bei Online-Händlern schwanken je nach Lagerbestand und Aktionen teils erheblich — ein aktueller Vergleich vor dem Kauf lohnt sich, da sich die Preislücke zwischen M5 und M5C seit der M5C-Einführung bereits mehrfach verändert hat. Zur Einordnung: Laut notebookcheck.com lag die unverbindliche Preisempfehlung des M5 beim Marktstart (August 2023) bei rund 750 €, die des M5C bei rund 449 €. Der heutige Geizhals-Preis von rund 230 € für den M5 liegt damit gut 69 % unter seiner ursprünglichen UVP — ein deutlich stärkerer Preisverfall, als es die reine Gegenüberstellung mit dem M5C vermuten lässt.
Für wen lohnt sich der AnkerMake M5?
- Komfort und Fehlererkennung ohne Zusatzkosten: Ja — Touchscreen und KI-Kamera sind serienmäßig dabei, aktuell zum niedrigeren Preis der beiden AnkerMake-Modelle.
- Drucken mit Nylon, PC oder anderen Hochtemperatur-Filamenten ab Werk: Eher nicht — dafür ist das optionale Vollmetall-Hotend nötig, das beim M5C serienmäßig verbaut ist.
- Maximale Durchflussrate für dicke, massive Bauteile: Der M5C liegt hier laut Herstellerangabe vorn — reine FDM-Tempo-Modelle wie der Creality K2 bieten darüber hinaus noch mehr Druckgeschwindigkeit.
- Einsteiger ohne Vorerfahrung mit 3D-Druck: Ja — die AnkerMake-App und die automatische Fehlererkennung senken laut Testberichten die Einstiegshürde deutlich.
Fazit
Der AnkerMake M5 zeigt im Test 2026, dass ein niedrigerer Modellname nicht automatisch weniger Ausstattung bedeutet. Mit 4,3-Zoll-Touchscreen, KI-Kamera und einem Preis ab rund 230 € (Geizhals, Stand Oktober 2026) bietet er aktuell mehr Komfort fürs Geld als der nominell kleinere M5C, der trotz fehlendem Bildschirm und fehlender Kamera derzeit mehr kostet. Wer Hochtemperatur-Filamente oder maximale Durchflussrate priorisiert, sollte den Aufpreis zum M5C in Betracht ziehen — für die meisten Einsteiger ist der M5 aktuell die günstigere und komfortablere Wahl. Schau vor dem Kauf auch in unsere aktuellen 3D-Drucker-Angebote.